Rosenlikör selber machen

Andreas
Andreas
Hallo liebe Leser, dass hier auf dem Bild bin ich mit einem Liköransatz aus Johannisbeeren. Da ich in meiner Freizeit leidenschaftlich gerne Liköre herstelle, blogge ich auf meiner Website über die Likörherstellung und gebe mein Wissen gerne weiter 😃 Viel Spaß beim Lesen, euer Andreas

In der griechischen Antike nannte man die Rose „Königin der Blume“. Namensgebend war neben ihres wunderbaren Duftes wohl auch ihre faszinierende Schönheit. Seit Beginn der Züchtung im 18 Jahrhundert sind über 30.000 Rosensorten entstanden. Grob werden sie heute in Kultur- und Wildrosen eingeteilt. In vielen Kulturen hatten Rosen die unterschiedlichsten Bedeutungen. In Persien wurden sie in wunderschönen Rosengärten angepflanzt und auch schon zur Gewinnung von Rosenöl genutzt. Homer erwähnte die Rose in seiner Ilias, die Römer importierten sie aus Ägypten. Im Mittelalter wurde die Rose als Heilpflanze genutzt, unter anderem auch von Hildegard von Bingen. Heute werden insbesondere ihre Früchte, die Hagebutten (Hagebuttenlikör selber machen), zur medizinischen Nutzung herangezogen. Auch dem Rosenblütentee werden einige gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben. Neben Tee, Marmelade, Rosenwasser und Rosenöl eignen sich die Rosenblätter aber auch bestens für die Likörzubereitung (Likör selber machen). Wie man einen süßen Rosenlikör selber machen kann, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Rosenlikör selber machen

Rosenlikör Rezept

  • 150g Rosenblütenblätter (entspricht ca. 4 Handvoll Rosenblätter)
  • 0,7l weißer Rum
  • 200g Zucker
  • 200ml Wasser
  • 1 Vanilleschote
  • Saft einer halben Zitrone

optional:

  • ein paar Tropfen roter bzw. rosa Lebensmittelfarbe

Hinweis: Abhängig von der Farbe der verwendeten Rosenblätter, wird der Likör in der Regel eher bräunlich als Rosa. Wer dennoch einen rosaroten Likör haben möchte, kann 2-3 Tropfen der dementsprechenden Lebensmittelfarbe in den Likör geben. Prinzipiell gilt: Je dunkler die Rosenblätter, desto farbintensiver wird auch der Likör.

Rosenlikör selber machen – Zubereitung

1. Rosenblütenblätter von Stielen, Blättern und Kelch lösen.

2. Blütenblätter schütteln und von Insekten befreien, jedoch nicht waschen!

3. Rosenblütenblätter gemeinsam mit dem Alkohol und den Zitronensaft in den Ansatz geben.

4. Vanilleschote längs aufschneiden und das innere Mark + Schote in das Likörgefäß geben.

5. Ansatz gut verschließen und für 3 Wochen an einem konstant warmen Ort ruhen lassen.

6. Likörgefäß dabei alle paar Tage durchschütteln, damit sich der Zucker auflösen kann und die Rosenblätter immer mit Flüssigkeit bedeckt sind.

7. Ansatz durch ein Sieb abseihen.

8. Zuckerlösung aus Zucker und Wasser aufkochen.

9. Abgekühlten Sirup mit dem abgeseihten Likör vermischen.

10. Likör bei Bedarf filtrieren und in Flaschen abfüllen.

Damit der Rosenlikör sein volles Aroma entwickeln kann, sollte er jetzt noch ca. 6 Wochen an einem dunklen Ort lagern.

Hinweis: Die 3 Wochen Ruhezeit sind nur ein zeitliche Schätzung. Man könnte sich auch an der Farbe der Rosenblätter orientieren. Verlieren sie ihre Farbe, haben sie meistens alle ihre Aromen abgegeben.

Rosenlikör Rezept

Rosenlikör selber machen – Tipps & Hinweise

Für den Rosenlikör sollte man nur unbehandelte Rosenblätter verwenden. Chemische Zusatzstoffe haben im Likör nichts verloren! Daher am besten, wenn möglich auf die Rosen im eigenen Garten zurückgreifen. Für den Likör geeignet sind u.a. die beiden alten Kulturrosenarten Teerose und Damaszener Rose. Die Damaszener Rose wurde schon in der Antike von den Persern kultiviert und wird heute gerne zur Herstellung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet.

Nicht alle Rosen schmecken gleich. Daher sollte man die Rosenblätter vorher kosten, ob sie nicht einen zu bitteren Geschmack haben, bevor man sie für den Likör verwendet. Meistens haben Rosenblätter einen eher süßen, eventuell auch leicht süß-säuerlichen Geschmack. Wichtig ist: Entfernt beim Pflücken den weißen Kelchansatz der Blütenblätter. Dieser könnte dem Likör eine bittere Note geben.

Meine Vorgehensweise beim Pflücken: Die Rosenköpfe als ein ganzes vom Stiel trennen und die Blütenblätter mit einer Schere großzügig vom Kelch abschneiden.

Durch seinen süßlichen und blumigen Geschmack eignet sich Rosenlikör ideal zum Verfeinern von Desserts, Torten, Kuchen oder Getränken. Gute Mixgetränke bekommt man z.B., wenn man den Likör mit Sekt oder Champagner mischt.

Jetzt aber genug Theorie, Zeit das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Viel Spaß beim Rosenlikör selber machen, das Ergebnis wird sich lohnen.